Multimedia-Kartographie
als Werkzeug der archäologischen Informationspräsentation
Digitale
Medien eignen sich in hervorragender Weise für neuartige Präsentationsformen
urbaner, regionaler oder auch rein fachlicher Inhalte. Besonders die
Multimedia-Kartographie schafft neue Wege für Ausdruckmittel
und eine schnelle Übertragung von Erkenntnissen. Die Karte -
einst elitäres Werkzeug einiger weniger - kann nunmehr einem
breiten Publikum in leicht verständlicher und rasch begreifbarer
Form vermittelt werden. Karten erleichtern somit in geographischer
und thematischer Hinsicht die Information und Diskussion.
Die Archäologie als übergeordnete wissenschaftliche Disziplin
ist unter anderem darum bemüht, nicht mehr sichtbare Zusammenhänge
aus Detailfunden, Bauresten und kulturellen Bruchstücken so darzustellen,
dass aus ihnen ein verständliches Gesamtbild entsteht. Für
sie entsteht mit der Technik der Multimedia-Kartographie ein mächtiges
Werkzeug zur Kommunikation zwischen Fachpublikum und zur Veranschaulichung
für ein allgemeines Publikum. Die Überlegung, dass die Wahrnehmung
des menschlichen Rezipienten die Qualität der Präsentationsform
festlegt, liegt diesem Werkzeug - dessen Bezugsrahmen in seiner ganzen
Entwicklung der 3D Raum ist - zugrunde.
Der folgende Beitrag versucht die unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten
der Multimedia-Kartographie im Fachbereich der Archäologie aufzuzeigen.
Anhand von Projekten wie "Der Vierbergelauf - eine Wanderung
durch die Kärntner Geschichte" oder "Multimediales
Carnuntum" werden sowohl der digitale Einsatz als auch die Entwicklung
der "3D-Kartographie" bezüglich der thematischen Anforderungen
der Archäologie dokumentiert. Die bisherigen Resultate der Projekte
sollen sowohl die Eignung für das - insbesondere archäologische
- Fachpublikum als auch für ein allgemeines Publikum diskussionsreif
unterbreiten.