Markus Jobst
Institut für Kartographie und Geo-Medientechnik, Technische Universität Wien
jobst@cyberproduct.com

Multimedia-Kartographie als Werkzeug der archäologischen Informationspräsentation

Digitale Medien eignen sich in hervorragender Weise für neuartige Präsentationsformen urbaner, regionaler oder auch rein fachlicher Inhalte. Besonders die Multimedia-Kartographie schafft neue Wege für Ausdruckmittel und eine schnelle Übertragung von Erkenntnissen. Die Karte - einst elitäres Werkzeug einiger weniger - kann nunmehr einem breiten Publikum in leicht verständlicher und rasch begreifbarer Form vermittelt werden. Karten erleichtern somit in geographischer und thematischer Hinsicht die Information und Diskussion.
Die Archäologie als übergeordnete wissenschaftliche Disziplin ist unter anderem darum bemüht, nicht mehr sichtbare Zusammenhänge aus Detailfunden, Bauresten und kulturellen Bruchstücken so darzustellen, dass aus ihnen ein verständliches Gesamtbild entsteht. Für sie entsteht mit der Technik der Multimedia-Kartographie ein mächtiges Werkzeug zur Kommunikation zwischen Fachpublikum und zur Veranschaulichung für ein allgemeines Publikum. Die Überlegung, dass die Wahrnehmung des menschlichen Rezipienten die Qualität der Präsentationsform festlegt, liegt diesem Werkzeug - dessen Bezugsrahmen in seiner ganzen Entwicklung der 3D Raum ist - zugrunde.
Der folgende Beitrag versucht die unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten der Multimedia-Kartographie im Fachbereich der Archäologie aufzuzeigen.
Anhand von Projekten wie "Der Vierbergelauf - eine Wanderung durch die Kärntner Geschichte" oder "Multimediales Carnuntum" werden sowohl der digitale Einsatz als auch die Entwicklung der "3D-Kartographie" bezüglich der thematischen Anforderungen der Archäologie dokumentiert. Die bisherigen Resultate der Projekte sollen sowohl die Eignung für das - insbesondere archäologische - Fachpublikum als auch für ein allgemeines Publikum diskussionsreif unterbreiten.