Friedrich Balck
Institut für Physik und Physikalische Technologien
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Virtuelle Rekonstruktion des Goslarer Domes

Die Stiftskirche St. Simon und Judas (Goslarer Dom) gehörte von 1031 bis zum Jahre 1820 zum Stadtbild Goslars. Baufälligkeit und Mangel an Kapital für die Unterhaltung waren Ursache für den nahezu vollständigen Abriss. Heute steht am Parkplatz vor dem Pfalzbezirk nur noch die um 1150 errichtete Vorhalle. Als Planungsgrundlage für Umbaumaßnahmen der Vorhalle entstand 1995 eine computergestützte geometrische Vermessung der Vorhalle mit dem System TRIGOMAT.
Doch nicht nur für den Umbau sondern auch für die nunmehr erfolgte virtuelle Rekonstruktion des ehemaligen Domes waren diese Messdaten eine wichtige Basis. Mit ihnen lässt sich ein Teil der Dokumentation über den Dom aus früherer Zeit auf Glaubwürdigkeit überprüfen. "Dokumentationen" von Bauforschern und "anschauliche" Gemälde verschiedener Künstler - beides überwiegend aus der Zeit nach dem Abriss - sowie Daten aus archäologischen Ausgrabungen bilden das Material für die Rekonstruktion. Die gerechneten Ansichten der Kirche stehen nun als Grundlage für eine Diskussion um das wahre Aussehen des Gebäudes zur Verfügung.