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Seit
26.7.2004 ist die FORSCHUNGSGESELLSCHAFT
WIENER STADTARCHÄOLOGIE
mit archäologischen Untersuchungen im Bereich der Tiefgarage Schmerlingplatz
beschäftigt.
Massiv in das Baugeschehen eingebunden konnten bereits in einigen Abschnitten
bemerkenswerte Befunde aufgedeckt werden.
So wurden unter anderem Reste der mittelalterlichen Besiedlung vor der
Stadtmauer – Mauerfundamente, Vorratsgruben und Abfallgruben –
gefunden, die sich unter den Planierschichten späterer Zeiten erhalten
hatten.
Diese Vorstadtbesiedlung mit ihren Handwerksbetrieben, Gärten, landwirtschaftlichen
Nutzflächen und vor allem auch den für die Stadt und ihre Bewohner
so wichtigen Weingärten entwickelte sich relativ rasch nach der Fertigstellung
der großen babenbergischen Befestigungsanlage.
An Hand der zahlreich gefunden Keramik – darunter auch zur Gänze
erhaltenen Gefäße – kann der nun ergrabene Befund vorläufig
in das 15. Jahrhundert datiert werden.
Erstmals ist es hier gelungen, durch den archäologischen Befund die
historischen Quellen zur Besiedlung vor der Stadt zu bestätigen und
ein Stück mittelalterlicher Stadtgeschichte greifbar und erlebbar
zu machen.
Die Grabungen dauern zur Zeit noch an und werden vermutlich Ende August
abgeschlossen werden.
(E.H.
Huber, Forschungsgesellschaft Wiener Stadtarchäologie)



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