| 3; Rennweg 44 | |||
| Das Baugelände Rennweg 44, mitten im 3.Wiener Gemeindebezirk,wo sich vom1. bis 3. nachchristlichen Jahrhundert die "mit dem Legionslager Vindobona in Zusammenhang stehende" römische Zivilsiedlung befunden haben dürfte, wurde 1989/90 archäologisch untersucht. Überreste von Mauern, Fussböden, Feuerstellen und zahlreiche Gruben verschiedener Funktion wurden ausgegraben. Aus den Benutzungshorizonten, den Planierschichten, aber vor allem aus den Verfüllungen der Gruben kam ein überaus reichhaltiges Fundmaterial zum Vorschein. Die Umstände
der Grabungen Zunächst
wurden die rezenten Schuttschichten und teilweise die oberen unklaren
Kulturschichten maschinell entfernt. Bald nach Beginn der Grabungsarbeiten
ortete man mit dem Metallsuchgerät in der abgebaggerten Fläche
einen Münzhort, der 1202 Silber- und sieben Goldmünzen barg.
Danach wurde begonnen, in der in Messquadranten (d. h. meist keine Profilstege
zwischen den Quadranten) aufgeteilten Fläche die Strukturen Eine Zuordnung zum jeweiligen Befund oder zur Schicht, aus welcher sie gestammt haben müssen, erfolgte nicht. Verschiedene Plana wurden zeichnerisch dokumentiert und schliesslich wurden einzelne Befunde, wie Gruben, untersucht und ausgegraben. Eine genaue Beschreibung der Befunde wurde verspätet begonnen und nicht mehr fertig gestellt. Die Grabungsdokumentation
konnte auch wegen Personalmangels nicht in wünschenswerter Korrektheit
durchgeführt werden. Daraus resultieren zahlreiche Unsicherheiten
in der Interpretation der Befunde und der Fundzuweisungen.
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