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Im Bereich der an der Klederinger Strasse gelegenen Johanneskirche wird seit den 60er Jahren ein römischer Siedlungskomplex untersucht. Nördlich der Strasse erstreckten sich die Grabungen auf die Kirche selbst und die umliegenden Parzellen, der grösste Teil des bisher ergrabenen Areals befindet sich aber südlich davon. Aus allen Untersuchungen liegt urgeschichtliche Keramik unterschiedlicher Zeitstellung vor. Sie stammt in den meisten Fällen aus umgelagerten römischen Schichten. Nur wenige prähistorisch zu datierende Befunde konnten bislang dokumentiert werden.

Das Gros der Keramikfunde des hier behandelten Areals ist der Urnenfelderkultur bzw. der Hallstattkultur zuzuordnen. Bemerkenswert ist das Bruchstück einer zweiteiligen urnenfelderzeitlichen Fibel (Kat. Nr. 19, Typ Gemeinlebarn, Taf. 7.13). Im näheren Umfeld der Johanneskirche wurde u. a. auch Keramik des Spätneolithikums geborgen (Kat. Nr. 1, Taf. 6.1).

(Bertram Samonig)