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Eisenzeitliche
Funde wurden bereits 1977 in Oberlaa geborgen. Als 1994 die Errichtung
der Seniorenresidenz "Augustinum" im Bereich zwischen Kurhalle
Oberlaa und AUA-Verwaltungsgebäude entlang der Fontanastraße
geplant wurde, konnten archäologische Untersuchungen vor Baubeginn
angesetzt werden. Die großflächige Ausgrabung erbrachte elf
fundführende Siedlungsobjekte, die mit eisenzeitlicher Keramik sowie
Brand- und Aschenschichten verfüllt waren.
Sechs der Objekte waren im Grundriss von annähernd rechteckiger Form
und wiesen Spuren von Pfostensetzungen auf. Es dürfte sich hierbei
um die Überbleibsel von Häusern handeln, die in den Boden kellerartig
eingetieft waren.
Viele Funde geben Zeugnis einer bäuerlichen Siedlung, die auf der
zur Liesing abfallenden Terrasse, angelegt war. Gefunden wurden zahlreiche
Scherben von Keramikgefäßen und anderen Gegenständen des
täglichen Gebrauchs gefunden. Darunter befand sich nur ein Metallfund.
Der kleine Bronzestift diente einst zur Verzierung von Keramik.
Die Funde und Befunde deuten auf die Aufgabe der Häuser um die Mitte
des 7. vorchristlichen Jahrhunderts. Die Häuser verfielen und die
offenstehenden Gruben wurden langsam mit Abfällen verfüllt.
S. Strohschneider-Laue
(Forschungsgesellschaft Wiener Stadtarchäologie)
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