22; Aspern, ehem. Flugfeld
     

Am 25. Juli 1939 wurde das Römische Museum der Stadt Wien (heute Historisches Museum der Stadt Wien) über den Fund von Keramikgefässen auf dem Gelände des Rollfeldes auf dem Flughafen Aspern informiert. Eine durch O. Seewald umgehend eingeleitete Fundbergung erbrachte sechs vollständig erhaltene Henkeltassen und zwei Henkelschalen sowie das Randstück einer weiteren Henkeltasse. Am 29. Juli erfolgte eine Nachgrabung im Zuge derer die Grube untersucht und dokumentiert wurde. Dabei kamen weitere, fragmentiert erhaltene Gefässkeramik sowie Tongewichte, zumindest ein Glättstein, Hüttenlehm, ein Klopfstein und Tierknochen zutage. Am 5. August wurde unmittelbar nördlich anschliessend eine weitere Grube entdeckt, die jedoch deutlich weniger Fundmaterial erbrachte. Beide Objekte wurden von dem Ausgräber in die mittlere Bronzezeit (Stufe Bz C) datiert und aufgrund der Gefässe als Töpferlager mit dazugehörendem Wohnbau interpretiert.

(Volker Lindinger, Forschungsgesellschaft Wiener Stadtarchäologie)